Sprungrevision

Gemäß § 338 Nr. 5 StPO darf die Hauptverhandlung grundsätzlich nicht in Abwesenheit des Angeklagten stattfinden.

Eine Sprungrevision gegen ein Urteil des Amtsgerichts Celle war erfolgreich. Das Amtsrichter hatte dem Angeklagten im Anschluss an eine Unterbrechung der Hauptverhandlung mitgeteilt, er brauche zu dem Fortsetzungstermin, bei dem das Urteil verkündet werden sollte, nicht zu erscheinen. Der Angeklagte war daraufhin tatsächlich nicht erschienen, was den Richter nicht davon abhielt, sein Urteil gleichwohl zu verkünden.

Darin liegt ein Verstoß gegen § 338 Nr. 5 StPO, wonach die Hauptverhandlung grundsätzlich nicht in Abwesenheit des Angeklagten stattfinden darf. Das Urteil wurde insofern aufgehoben und die Sache zurückverwiesen (OLG Celle, Beschl. v. 17. 5. 2011 − 32 Ss 47/11).

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